Was passiert, wenn Architektur plötzlich wie Natur wirkt?
In einer Mall in Bangkok stehe ich mitten in der Grossstadt. Und gleichzeitig fühlt es sich an, als wäre ich kurz draussen.
Ein Wasserfall rauscht mehrere Etagen hinunter.
Moosflächen und üppige Bepflanzung rahmen die Wege.
Organische Formen statt rechter Winkel.
Tageslicht fällt durch wabenförmige Oberlichter.
Selbst kleine Fenster sind weich gerundet.
Obwohl ich mich tief im Inneren des Gebäudes befinde, wirkt der Raum hell, ruhig und überraschend angenehm. Die Akustik ist gedämpft, die Luft fühlt sich frisch an. Und schlussendlich bleibe ich länger, als ich eigentlich wollte. Das ist kein Zufall, sondern biophiles Design.
Warum gestalten wir Verkaufsflächen so selten nach menschlichen Bedürfnissen sondern nur nach Funktionen?
Denn Räume beeinflussen unser Verhalten stärker, als wir denken. Wo wir uns wohlfühlen, bleiben wir länger.
Zum Vergleich denke ich an Einkaufszentren bei uns in der Schweiz: funktional, effizient, übersichtlich. Orte zum Erledigen, nicht unbedingt zum Verweilen. Und genau hier wird es aus wohnpsychologischer Sicht spannend:
Warum gestalten wir Verkaufsflächen so selten nach menschlichen Bedürfnissen sondern nur nach Funktionen?
Denn Räume beeinflussen unser Verhalten stärker, als wir denken. Wo wir uns wohlfühlen, bleiben wir länger. Vielleicht liegt die Zukunft von Konsumorten nicht im «Mehr», sondern im besseren Raumgefühl.